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Atmest du "falsch"? 5 Fakten über CO₂, die dein Denken verändern könnten

Vielleicht hast du auch schon einmal tief durchgeatmet, um dich zu beruhigen. Ganz intuitiv, ohne gross zu überlegen. Doch hast du dich dabei jemals gefragt, was dein Körper in diesem Moment eigentlich braucht?

Die meisten von uns denken bei Atmung sofort an Sauerstoff, an das "gute Gas", das Leben bringt. Und CO₂? Das gilt oft einfach als etwas, das raus muss. Ein Abfallprodukt.

Aber was wäre, wenn genau das nicht stimmt? Wenn CO₂ nicht nur harmlos, sondern sogar entscheidend für deine Gesundheit wäre, besonders für dein Gehirn?

Ich zeige dir fünf überraschende Fakten über CO₂. Und vielleicht schaust du nach dem Lesen deinen Atem mit ganz neuen Augen an.

 

1. Nicht Sauerstoffmangel, sondern CO₂ sagt deinem Körper, dass er atmen soll

 

Kennst du dieses Gefühl von Luftnot? Als ob du zu wenig Luft bekommst? Die meisten denken, das komme vom Sauerstoffmangel.

Doch das stimmt nicht. Es ist nicht der fehlende Sauerstoff, der den Atemreiz auslöst, sondern der steigende CO₂-Wert in deinem Blut. Sobald dieser Wert eine bestimmte Grenze erreicht, registriert dein Hirnstamm: Zeit zum Atmen!

Wenn du eine niedrige CO₂-Toleranz hast, spürst du den Reiz schneller – du beginnst flacher zu atmen, oft auch schneller. Genau dieses Muster taucht bei Stress oder Angst auf.

Das Gute ist: Du kannst das trainieren. Je mehr du mit deiner Atmung spielst und bewusster atmest, desto mehr gewöhnt sich dein Körper an CO₂. Und du lernst, ruhig zu bleiben, auch wenn dein CO₂ steigt.

 

2. CO₂ bringt den Sauerstoff dahin, wo er gebraucht wird

 

Vielleicht hast du auch schon gehört, dass Sauerstoff wichtig ist für deine Energie. Klar! Aber wusstest du, dass ohne CO₂ der Sauerstoff gar nicht richtig ankommt?

Denn CO₂ hilft:

  • die Blutgefässe offen zu halten, damit das sauerstoffreiche Blut gut fliessen kann

  • dem Hämoglobin, den Sauerstoff wieder freizugeben, sobald es an der Zelle ankommt (das nennt sich Bohr-Effekt)

  • die Mitochondrien, also die Kraftwerke deiner Zellen, vor zu viel oxidativem Stress zu schützen

Einfach gesagt: CO₂ wirkt wie ein Lieferdienst, der sicherstellt, dass die wertvolle Fracht, der Sauerstoff, dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Ohne CO₂ bleibt der Sauerstoff im Blut "stecken".

 

 

3. Zu viel Sauerstoff kann deinem Gehirn schaden

 

Ja, wirklich. Diese Erkenntnis hat mich selbst überrascht.

Schon 1946 zeigten Kety und Schmidt in einer Studie, dass das Einatmen von reinem Sauerstoff die Durchblutung des Gehirns reduziert. Warum? Weil die Blutgefässe sich verengen, wenn zu wenig CO₂ im Spiel ist.

Im Vergleich dazu führte eine Atemluft mit etwas mehr CO₂ zu einer deutlich besseren Durchblutung. Die Hirngefässe weiteten sich und mehr Sauerstoff kam tatsächlich an.

Das heisst: Wenn du nur darauf achtest, möglichst viel Sauerstoff einzuatmen, ohne auf CO₂ zu achten, passiert genau das Gegenteil von dem, was du willst. Es kommt weniger im Gehirn an, nicht mehr.

 

 

4. Ärzte nutzen Hyperventilation, um das Gehirn zu "verkleinern"

 

Das klingt fast wie Science-Fiction, ist aber Realität.

Bei bestimmten Hirnoperationen setzen Ärztinnen gezielt Hyperventilation ein – schnelles, tiefes Atmen. Dadurch sinkt der CO₂-Spiegel im Blut stark. Die Folge: Die Blutgefässe im Gehirn ziehen sich zusammen, das Gehirn wird kleiner und fester. Das schafft mehr Platz für die OP.

Eine Studie aus dem Jahr 2019 kritisiert diese Praxis allerdings. Denn obwohl sie verbreitet ist, fehlen gute Beweise für den Nutzen. Die Forschenden sprechen von einem "zweischneidigen Schwert".

Für den Alltag heisst das: Wenn du unbewusst häufig hyperventilierst, z. B. in Stressmomenten, dann entziehst du deinem Gehirn buchstäblich Sauerstoff – obwohl du meinst, du atmest "mehr".

 

5. Bewusstes Atmen könnte deinem Gehirn beim Aufräumen helfen

 

Während du schläfst, passiert im Gehirn etwas Faszinierendes. Ein Reinigungssystem – das sogenannte glymphatische System – wird aktiv. Es hilft dabei, Abfallstoffe wie Beta-Amyloid abzutransportieren, die mit Krankheiten wie Alzheimer in Verbindung stehen.

Spannend ist: Studien zeigen, dass CO₂ auch tagsüber diesen Prozess unterstützen könnte. Forschende entdeckten, dass rhythmisch veränderte CO₂-Spiegel die Zirkulation von Gehirnflüssigkeit anregen – ähnlich wie im Tiefschlaf.

Was das mit dir zu tun hat? Praktiken wie langsames Zwerchfellatmen, Meditation, Yoga oder Tai Chi verändern den CO₂-Spiegel in deinem Blut auf natürliche Weise. Das könnte helfen, dein Gehirn im Wachzustand zu "reinigen".

 

 

Fazit: Dein Atem ist viel mächtiger, als du denkst

 

Vom Atemreiz bis zur Zellreinigung – CO₂ ist kein Abfallprodukt, sondern ein wichtiger Regulator für deinen Körper und dein Gehirn.

Wir dürfen aufhören, CO₂ zu fürchten. Es geht nicht darum, möglichst viel Sauerstoff einzuatmen. Es geht um Balance. Und darum, deine Atmung wieder bewusster wahrzunehmen.

Vielleicht magst du heute mal einfach nur beobachten, wie du atmest – ohne etwas zu verändern. Und spüren, was sich dabei in dir verändert.

 

Extra-Tipp: Cardihaler zur CO₂-Toleranz

 

Wenn du tiefer in dieses Thema eintauchen und deine CO₂-Toleranz gezielt trainieren möchtest, kann dir der Cardihaler dabei helfen. Mit dem tragbaren und alltagstauglichen Atemtool kannst du über wenige Minuten Atemtraining deine Toleranz gegenüber CO₂ sanft steigern und deine Atmung bewusster gestalten.

Hier findest du mehr Infos dazu:Cardihaler entdecken

Probier's aus! Dein Körper wird es dir danken.