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Saftkur Boom in der Fastenzeit: Warum ich Saftfasten nicht empfehle (DG338)

Darmflora, Heisshunger, Muskelabbau: die häufigsten Stolpersteine, und was du stattdessen tun kannst, ohne im Alltag durchzudrehen

Die Fastenzeit ist da, und plötzlich stehen sie wieder überall: Saftkuren. Viele fühlen sich danach leichter, klarer, „gereinigt“. Ich verstehe total, warum das verlockend ist. Aber aus Sicht der Darmgesundheit habe ich ein paar klare Vorbehalte.

In dieser Folge erfährst du:

👉 warum Saftfasten deinem Mikrobiom Ballaststoffe klaut, die es dringend als Futter braucht
👉 wieso „juice only“ die Diversität im Darm ungünstig beeinflussen kann 
👉 weshalb viel Fruchtzucker den Blutzucker schnell hochjagt, und dann gerne Heisshunger nachschiebt
👉 warum der Gewichtsverlust oft Wasser ist (Stichwort Glykogenspeicher)
👉 wieso Saftfasten im stressigen Alltag für viele eher ein zusätzlicher Stressor ist
👉 warum du den „Reset-Effekt“ auch bekommst, ohne 5 Tage flüssig zu leben

Mein Fazit: Viele positive Effekte kommen nicht vom Saft, sondern vom Weglassen von Alkohol, Zucker, Snacks und Fertigprodukten. Und vom psychologischen Reset.

Saftfasten Nachteile: Warum Saftkuren deinem Darm oft mehr nehmen als geben

Fastenzeit, Supermarkt, Paletten voller Saftflaschen. Und ja, ich gebe es zu: Ich verstehe den Reiz. Ein paar Tage klare Regeln, kein Nachdenken, kein Kochen, einfach „durchziehen“. Viele berichten von weniger Blähbauch, besserer Haut, Gewichtsverlust und mentaler Klarheit.

Die Frage ist nur: Kommt das wirklich vom Saft?
Oder kommt es davon, dass du plötzlich 5 Tage keinen Alkohol trinkst, keinen Zucker snackst, keine Fertigprodukte isst und deinem Verdauungssystem eine Pause gibst?

Ich bin ein Fan von Fasten. Wirklich. Aber Saftfasten sehe ich aus Darm-Sicht kritisch. Hier sind die wichtigsten Gründe.

 

1) Keine Ballaststoffe: Das Mikrobiom bleibt hungrig

Beim Entsaften gehen Ballaststoffe zu einem grossen Teil verloren. Genau diese Ballaststoffe sind aber das Futter für deine Darmbakterien. Wenn du sie weglässt, kann das:

  • die Diversität im Darm senken
  • die Bildung von kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrat reduzieren, die für die Darmschleimhaut wichtig sind

Gerade Menschen, die Saftkuren machen, haben oft schon Verdauungsthemen. Und dann ist es irgendwie ironisch, wenn genau das fehlt, was die Darmbarriere langfristig stabilisiert. Es gibt sogar Hinweise, dass „juice only“ schon nach wenigen Tagen ungünstige Verschiebungen im Mikrobiom fördern kann.

 

2) Viel Zucker, wenig Bremse: Blutzucker und Heisshunger

Viele Saftkuren bestehen zu einem grossen Teil aus Frucht- und Obstsaft. Ohne Eiweiss und Fett als „Bremse“ steigt der Blutzucker schnell. Und das kann bedeuten:

  • mehr Insulin, stärkere Schwankungen
  • eher Heisshunger
  • für manche mehr Entzündungsgefühl, mehr Unruhe

Wenn du unbedingt Saft trinken willst, wäre mein Tipp: Gemüsesaft statt Fruchtsaft, und nicht literweise Obst in flüssiger Form.

 

3) Gewichtsverlust: oft Wasser, manchmal Muskelmasse

Der schnelle Effekt auf der Waage fühlt sich spektakulär an. Ein Teil davon ist aber simpel Physik: Wenn Glykogenspeicher leer werden, geht Wasser weg. Dazu kommt: Bei sehr wenig Protein kann der Körper eher Muskelmasse abbauen. Das ist langfristig fürs Abnehmen eher kontraproduktiv, weil Muskeln deine „Fettverbrennungsmaschine“ sind.

 

4) Reset ohne Lernen: Saftkur ist selten nachhaltig

Saftfasten ist für viele eine Pause, aber keine Umstellung. Du lernst nicht:

  • wie du dich darmfreundlich satt isst
  • wie du deinen Alltag strukturierst
  • wie du nachher nicht wieder in „jetzt erst recht“-Essen kippst

Und ja, nach ein paar Tagen nur flüssig kann das Bedürfnis nach „ich brauche jetzt was Richtiges“ ziemlich laut werden.

 

5) Alltag vs. Auszeit: Saftfasten ist oft zusätzlicher Stress

Fasten ist ein Stressreiz. Das kann sinnvoll sein, wenn du ihn bewusst setzt, mit Ruhe, Schlaf, Spaziergängen, wenig Terminen. Im vollen Arbeitsalltag kann es aber kippen: mehr Cortisol, weniger Belastbarkeit, und dann wird aus „Detox“ eher „Durchhalten mit zusammengebissenen Zähnen“.

 

6) Kauen, Vagus, Galle: drei unterschätzte Faktoren

Beim Essen passiert mehr als „Kalorien rein“. Wenn du kaust:

  • wird Speichel gebildet, Verdauungsenzyme werden aktiviert
  • der Vagusnerv bekommt das Signal „Entspannung, Verdauung läuft“
  • durch Fett wird Galle ausgeschüttet, was für manche Verdauungsprozesse wichtig ist

Bei Saft ist die Gefahr gross: trinken, runter, weiter. Und der ganze Teil fehlt.

 

7) Pasteurisiert und fertig gekauft: nicht dasselbe wie frisch

Viele Säfte aus dem Handel sind pasteurisiert. Das ist nicht per se „schlecht“, aber es ist einfach nicht mehr „Natur pur“. 

Wenn jemand unbedingt saften will, dann wäre „selbst gemacht“ zumindest steuerbarer (mehr Gemüse, weniger Frucht).

 

Mein Fazit: Der Effekt ist oft das Weglassen, nicht der Saft

Viele positive Effekte entstehen, weil du für ein paar Tage:

  • Alkohol, Zucker, Snacks, Fertigprodukte reduzierst
  • weniger isst, weniger oft isst
  • deinem Darm eine Pause gibst
  • mental klare Regeln hast

Dafür brauchst du keine Saftkur.

  

Die Alternative, die ich wirklich empfehle: 21 Tage Detox + Intervallfasten

Wenn du den Reset willst, aber alltagstauglich, dann ist unser 21-Tage Detox- und

Intervallfastenprogramm die bessere Route:

  • du bekommst Rezepte, die dich satt machen
  • du lernst Prinzipien, die du langfristig nutzen kannst
  • du kannst Intervallfasten integrieren, ohne extrem zu werden
  • optional gehören auch Themen wie Einlauf, Colonhydrotherapie und Unterstützung der Ausleitung dazu (wenn das für dich passt)

Und: Ich begleite das Programm diesmal wieder über unsere Community mit Forum, regelmässigen Tipps und geplanten Live-Calls.

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