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Warum ich bei chronischen Beschwerden zuerst auf Ernährung und Darm schaue

Was du heute tun kannst, um mit 90 noch deinen Koffer selber zu tragen 

Darmgesundheit und Ernährung sind für mich die ersten beiden Hebel bei chronischen Beschwerden, nicht die letzten. In dieser Folge des Darmglück-Podcasts erzähle ich, wie ich vor fast 20 Jahren zu diesem Thema kam und warum es mich bis heute begeistert. Es geht um Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen, Hautprobleme, Heuschnupfen und Schlafprobleme, um die Frage, die fast niemandem gestellt wird, und darum, wie du mit 90 noch deinen Koffer selber trägst.

 

Inhaltsübersicht

  • Wie ich übers Hotelfach zur Ernährung und Darmgesundheit kam
  • Der Kunde mit Diabetes, der meine Sicht verändert hat
  • Warum Ernährung und Darm an den Anfang gehören, nicht ans Ende
  • Warum schlank nicht gleich gesund ist
  • Die Frage, die dir niemand stellt, plus eine Faustregel für den Alltag
  • Erst messen, dann handeln
  • Was die Forschung zu Mahlzeiten-Timing und Darmbarriere zeigt
  • Gesund alt werden statt nur länger leben

 

Timestamps

00:00   Einstieg: warum Darmgesundheit für mich alles verändert hat
02:00   Vom Hotelfach zur Ernährung: wie ich über Roman reinkam
04:00   Metabolic Balance und der Kunde mit Diabetes beim Endokrinologen
11:00  Ernährung und Darm zuerst, nicht zuletzt
13:30   Schlank ist nicht gesund: die entzündliche Basis
19:00   Erst messen: Mikrobiomanalyse und Prevent 360
21:30 Gesund alt werden: die 97-Jährige und der eigene Koffer
23:30   Mein Appell: Gesundheit in die eigenen Hände

 

Wie ich übers Hotelfach zur Ernährung und Darmgesundheit kam

Ich komme ursprünglich aus dem Hotelfach. Über meinen Mann Roman, der schon eine Ernährungspraxis mit Schwerpunkt Sport hatte, bin ich als Quereinsteigerin hineingerutscht: erst Wochenendaushilfe, dann seine Webseiten, dann die Ernährungscoach-Ausbildung. Wir haben uns kennengelernt, als wir in Uster wohnten, und sind später nach Basel gezogen.

Der Kunde mit Diabetes, der meine Sicht verändert hat

In Basel kamen wir über einen Osteopathen zum System Metabolic Balance. Wir haben es zuerst selbst ausprobiert, dann in der Praxis angeboten. Die Leute kamen meist wegen des Abnehmens, und sie nahmen ab. Aber das, was mich überzeugt hat, waren die anderen Rückmeldungen: weniger Schmerzen, besserer Schlaf, mehr Energie, bessere Laune. Ein Kunde mit Diabetes hatte nach 14 Tagen wieder normale Zuckerwerte. Sein Endokrinologe war so erstaunt, dass er begann, uns Leute zu schicken. Den Patienten hat der Arzt beim weiteren Weg begleitet. Genau hier habe ich gesehen, wie viel mit Ernährung möglich ist.

Warum Ernährung und Darm an den Anfang gehören, nicht ans Ende

Wenn jemand sogenannte Zivilisationskrankheiten hat, frage ich als Erstes: Wie ernährst du dich? Die meisten gehen mit Hormonschwankungen, Hautproblemen oder Schlafstörungen zum Arzt oder zum Heilpraktiker und bekommen ein Mittel. Funktioniert das eine nicht, kommt das nächste, dann das dritte. Nach Jahren heisst es dann, man habe alles versucht. Ernährung und Darm waren aber meist nie dabei. Mein Appell: zuerst dort ansetzen. Wichtig bleibt, vorher beim Arzt abklären zu lassen und Ernsteres wie eine Autoimmunerkrankung auszuschliessen. Ist das erledigt, ist mein Mittel der Wahl seit 20 Jahren dasselbe.

Warum schlank nicht gleich gesund ist

Die meisten chronischen Beschwerden haben eine entzündliche Basis. Bringst du Darm und Ernährung in Ordnung, arbeitet dein Körper antientzündlich und bekommt den Spielraum, sich selber zu regulieren. Deshalb geht es bei Ernährung nicht ums Kaloriensparen. Du kannst mit Shakes und Crackern unterkalorisch abnehmen und trotzdem in einen Nährstoffmangel rutschen. Schlank heisst nicht gesund: Es gibt sehr schlanke Menschen mit stillen Entzündungen und Zuckerschwankungen und etwas kräftigere, denen es ausgezeichnet geht.

Die Frage, die dir niemand stellt, plus eine Faustregel

Wie sieht dein Morgen, dein Mittag, dein Abend und das Dazwischen aus? Wer ständig isst oder alle zwei Stunden Hunger hat, spürt meist keine echte Hungerphase, sondern Zuckerschwankungen: Je höher der Zucker steigt, desto mehr Insulin schüttet der Körper aus, desto schneller fällt der Zucker wieder, desto schneller kommt der Hunger. Faustregel: zwei bis drei Mahlzeiten am Tag, dazwischen fünf bis sechs Stunden Pause. Pro Mahlzeit eine gute Portion Eiweiss, ein halber Teller Gemüse, gutes Öl wie Olivenöl und eine kleine Portion Stärke, mal Kartoffeln, mal Süsskartoffeln, auch mal Pasta. Wenig schnellen Zucker, nicht zu viel Obst.

Erst messen, dann handeln

Wer den Darm in Ordnung bringen will, fängt am besten mit einer Messung an. Wir haben seit Tag eins in der Praxis auf messbare Daten gesetzt, ob Blut- oder Stuhlanalyse. So siehst du schwarz auf weiss, wo Defizite liegen, und gibst gezielt Gegensteuer. Bei uns geht das über eine Mikrobiomanalyse oder die Blutanalyse Prevent 360.

Was die Forschung zu Mahlzeiten-Timing und Darmbarriere zeigt

Zum Timing: In einer kontrollierten Studie senkte ein zehnstündiges Essfenster bei Menschen mit metabolischem Syndrom Gewicht, Blutdruck und ungünstige Blutfette. Eine Übersichtsarbeit in Frontiers in Nutrition fasst zusammen, dass ein rund zehnstündiges Essfenster Insulinempfindlichkeit und Blutzucker verbessern, das Gewicht senken und teils die nötige Dosis blutzuckersenkender Medikamente reduzieren kann. Auffällig ist: In einer Untersuchung mit kontinuierlicher Glukosemessung verbesserte sich die Blutzuckerkontrolle über 24 Stunden allein durch das veränderte Mahlzeiten-Timing, ohne Änderung bei Menge oder Zusammensetzung der Nahrung.

Zur Darmbarriere: Ist die Darmschleimhaut durchlässig, können Bakterienbestandteile in den Blutkreislauf gelangen und eine niedriggradige, stille Entzündung auslösen, die mit Stoffwechselerkrankungen in Verbindung gebracht wird. Und zur Pflege der Barriere: Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2025 fand, dass Pro- und Synbiotika über 24 Studien hinweg die bakterielle Belastung im Blut senkten und Präbiotika über 16 Studien ebenfalls. Das deckt sich mit dem, was ich in der Praxis sehe, wenn Darm und Ernährung zusammen angegangen werden.

Gesund alt werden statt nur länger leben

Ich habe meinem Personaltrainer letztens ein Video einer 97-Jährigen geschickt, die noch in den Bergen klettert, also richtig frei draussen, natürlich angeseilt. Das hat mich sehr beeindruckt. Klettern ist jetzt nicht mein persönliches Ziel. Aber wandern, ans Meer fahren, den eigenen Koffer tragen können, im Zug mobil sein, ohne fremde Hilfe, das schon. Viele unterschätzen, wie lange man mit Schmerzen leben kann, 20 oder 30 Jahre. Die Medizin hält uns am Leben, Lebensqualität ist das nicht automatisch. Darum mein Appell: Nimm deine Gesundheit in die eigenen Hände. In 20 Jahren mit vielen tausend Betreuten habe ich es so gut wie nie erlebt, dass eine Ernährungsumstellung gar keinen Effekt hatte. Bei rund 99 von 100 zeigt sich etwas, oft schon in wenigen Tagen. Das heisst nicht, dass du Medikamente absetzt oder nicht mehr zum Arzt gehst. Das machst du weiter. Du verbesserst deine Basis.

FAQ

Gibt es überhaupt belastbare Studien zu Ernährung, oder ist das alles Placebo?

Es gibt sie. Zum Mahlzeiten-Timing zeigen kontrollierte Studien Effekte auf Blutzucker, Insulinempfindlichkeit und Blutdruck. Zur Darmbarriere und zu Pro- und Präbiotika liegen Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen vor. In der Praxis sehe ich den Effekt zusätzlich an messbaren Werten, die sich beim Nachtesten verbessern.

Wie oft am Tag sollte ich essen?

Für die meisten passen zwei bis drei Mahlzeiten mit fünf bis sechs Stunden Pause dazwischen. Wer das nicht aushält, ohne gereizt zu werden oder zu zittern, hat oft Zuckerschwankungen. Eiweiss und gutes Fett zu jeder Mahlzeit helfen, die Pausen durchzuhalten.

Womit fange ich an, wenn ich meinen Darm in Ordnung bringen will?

Mit einer Messung. Eine Mikrobiomanalyse oder die Blutanalyse Prevent 360 zeigt, wo deine Schwachstellen liegen. Darauf baust du die Ernährung und gezielte Unterstützung auf, statt auf gut Glück Mittel zu probieren.

Muss ich meine Medikamente absetzen, wenn ich die Ernährung umstelle?

Nein. Du gehst weiter zum Arzt und setzt nichts eigenmächtig ab. Veränderungen an der Medikation gehören in ärztliche Hände. Die Ernährung verbessert deine Basis, der Rest läuft begleitet weiter.

Links

Mikrobiomanalyse: https://arktisbiopharma.ch/products/mikrobiomanalyse-mit-audio-besprechung

Prevent 360 Blutanalyse:https://arktisbiopharma.ch/products/prevent-360

21-Tage Detox- und Intervallfastenprogramm: https://arktisbiopharma.ch/products/21-tage-detox-und-intervallfasten-bundle-nach-der-upgraders-methode

Darmglück-Frühstück: https://arktisbiopharma.ch/products/dein-darmgluck-fruhstuck

Leaky Gut Syndrom: https://arktisbiopharma.ch/blogs/magazin/leaky-gut-syndrom

Detox und Intervallfasten zuhause (DG267): https://arktisbiopharma.ch/blogs/podcast/tipps-und-tricks-fuer-ein-erfolgreiches-detox-intervallfasten-zuhause-dg267

Wechseljahre und Hormone (DG341): https://arktisbiopharma.ch/blogs/podcast/wechseljahre-natuerlich-hormone-mira-lorange-dg341

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