Blähungen, Bauchweh, Unverträglichkeiten: Warum wir Beschwerden so lange hinnehmen und wie der erste Schritt gelingt
Verdauungsbeschwerden gehören für viele Menschen zum Alltag: Blähungen, Bauchweh, Unverträglichkeiten. Die Rome Foundation Global Epidemiology Study (Sperber et al., Gastroenterology 2021) hat in 26 Ländern Erwachsene befragt. Rund 40 Prozent von ihnen erfüllen die Kriterien für mindestens eine funktionelle Magen-Darm-Störung. Trotzdem gehen viele das Problem jahrelang nicht an. In DG368 fragt Julia Gruber: Wie viel Unwohlsein tolerierst du? Und was brauchst du, damit du sagst: Jetzt reicht es?
Inhaltsübersicht
- Warum wir Beschwerden so lange hinnehmen
- Ausweichen oder die Ursache suchen
- Die Angst vor Verzicht, Aufwand und Misserfolg
- Schreiben ohne Pause: herausfinden, was dich blockiert
- Negative Selbstgespräche erkennen und umdrehen
- Ernährungsumstellung ohne Riesenplan
- Weniger Zutaten, entlastete Verdauung
- Warum sich professionelle Begleitung lohnt
- Kapitelübersicht
- Häufige Fragen
Warum wir Beschwerden so lange hinnehmen
In ihrer Praxis hört Julia den Satz oft: So schlimm ist es dann doch nicht. Wir gewöhnen uns an Blähungen, an Schmerzen, an Gewicht, das wir nicht wollen. Julia kennt das auch aus ihrem eigenen Leben. Es gibt Dinge, die sie lange toleriert hat, weil ihr der Aufwand zu gross schien oder weil sie nicht wusste, wie sie es angehen soll. Ausreden hat man immer genug.
Ausweichen oder die Ursache suchen
Den Anstoss zu dieser Folge gab ein Gespräch mit einem Mann, der einen Getreidekaffee entwickelt hat. Er hat Kaffee wegen der Säure nicht vertragen. Das ist ein Weg: Man sucht sich etwas, das man verträgt, und weicht dem Problem aus. Der andere Weg ist die Frage: Warum vertrage ich es nicht? Wo liegt die Ursache, und wie behebe ich sie? Welchen Weg jemand wählt, hängt vom Leidensdruck ab und davon, ob es eine scheinbar angenehmere Ausweichlösung gibt.
Die Angst vor Verzicht, Aufwand und Misserfolg
Hinter dem Aufschieben steckt selten Bequemlichkeit allein. Es sind drei Ängste: die Angst vor dem Verzicht, die Angst vor dem Aufwand und die Angst, dass man sich anstrengt und am Ende kein Resultat hat. Essen ist das, was am schwierigsten zu ändern ist. Für viele ist es Trost, Belohnung, Ablenkung oder der Moment zum Herunterfahren. Das ist nicht falsch, sagt Julia. Die Frage ist, wo die Grenze liegt und wie gross der Leidensdruck sein muss, bis du handelst.
Schreiben ohne Pause: herausfinden, was dich blockiert
Julia empfiehlt eine Schreibübung: Nimm ein Notizbuch und ein Thema, zum Beispiel: Warum ändere ich an meinem Gewicht nichts? Dann schreibst du ohne Pause alles auf, was dir dazu in den Sinn kommt. Wenn dir nichts einfällt, schreibst du: Ich weiss gerade nicht, was ich schreiben soll. Nach einer Weile tauchen Gedanken auf, die dich überraschen oder sogar schockieren. Der Sozialpsychologe James Pennebaker von der University of Texas hat in zahlreichen Studien gezeigt, dass expressives Schreiben über 15 bis 20 Minuten an wenigen Tagen messbare Effekte auf das Wohlbefinden haben kann.
Negative Selbstgespräche erkennen und umdrehen
Oft schauen wir Dinge nicht an, weil wir uns selbst dafür verurteilen: Du hast doch gesagt, du machst etwas, und du hast nichts gemacht. Du wirst eh wieder aufhören. Diese Selbstgespräche bringen dich nicht weiter, im Gegenteil. Gedanken lassen sich ändern. Julias Vorschlag: Sag dir, du schaffst das, ich unterstütze dich, wir machen das zusammen. Die Psychologinnen Claire Adams und Mark Leary (Duke University, 2007) haben gezeigt, dass Menschen, die nach einem Ausrutscher beim Essen mitfühlend mit sich umgehen, weniger in alte Muster zurückfallen als Menschen, die sich dafür verurteilen.
Ernährungsumstellung ohne Riesenplan
Viele haben ein falsches Bild von Ernährungsumstellung oder Darmsanierung. Wenn man überall Etiketten lesen, einen Riesenplan machen und auf Restaurantbesuche verzichten muss, ist das im Alltag nicht umsetzbar. Das 21-Tage Detox und Intervallfasten Programm von Arktis BioPharma ist alltagstauglich: Man kann im Restaurant essen, auf Reisen gehen und muss nicht ewig lang kochen. Gerade hat eine neue Gruppe begonnen. Helen, die das Programm entwickelt hat, erlebt bei Teilnehmenden, dass sie innert kurzer Zeit keine Gelenkschmerzen mehr haben, bessere Laune und ein paar Kilo weniger.
Weniger Zutaten, entlastete Verdauung
Auf diesen Punkt kam Julia über eine Zeichnung. Sie hat ihren Tee illustriert, mitsamt Packung, und dazugeschrieben, was drin ist: 14 verschiedene Pflanzen. Im Geschmack schmeckt man am Schluss nichts mehr heraus. Beim Kochen ist es oft ähnlich: 14, 15 Zutaten für ein Gericht. Das belastet die Verdauung eher. Bei Unverträglichkeiten oder Blähungen empfiehlt Julia 3 bis 5 Zutaten pro Gericht. Ein Kraut oder ein Gewürz und etwas Salz reichen, damit es gut schmeckt. Je weniger man mischt, desto leichter erkennt man ausserdem, was man verträgt und was nicht.
Julias Illustrationen gibt es auf Instagram unter @juliagruberart.
Warum sich professionelle Begleitung lohnt
In der letzten Folge ging es um Krafttraining. Dort hat Julia selbst erlebt, wie viel ein professionelles Auge ausmacht: Erst mit einem Personal Trainer kam sie weiter. Bei der Gesundheit ist es gleich. Julia rät, sich jemanden zu suchen, der ganzheitlich denkt und mit vernünftiger Diagnostik arbeitet. Gerade bei Unverträglichkeiten ist eine Mikrobiomanalyse sinnvoll, ausgewertet von jemandem, der das Resultat interpretieren kann und einen Fahrplan gibt. Nur weil du etwas heute nicht verträgst, heisst das nicht, dass es für den Rest deines Lebens so bleibt. Julia arbeitet seit über 20 Jahren als Darmgesundheits-Therapeutin und sieht, wie viel sich verändern lässt, wenn die Ursache gefunden ist.
Neu bietet Arktis BioPharma eine Sprechstunde mit Dr. med. Simon Feldhaus und Roman Gruber an. Simon Feldhaus ist Arzt und Heilpraktiker und schaut Beschwerden von einer anderen Seite an. Roman Gruber, Julias Mann, bringt seinen Hintergrund in orthomolekularer Therapie, Mikrobiomanalytik sowie Atem- und Stressthemen ein. Die Sprechstunde richtet sich an Menschen, die schon eine oder mehrere Diagnosen haben, bei denen schulmedizinisch vieles abgeklärt ist und trotzdem niemand die Ursache gefunden hat.
Wer nicht sicher ist, welcher Schritt passt, spricht zuerst mit Milena aus dem Team, bekannt aus dem Podcast. Auch wer das Detox Programm ohne Beratung kauft, darf sich jederzeit mit Fragen melden.
Kapitelübersicht
00:00 Einführung in das Thema Unwohlsein
04:19 Die Schmerzgrenze und der Leidensdruck
07:15 Angst vor Veränderung und Selbstreflexion
10:28 Ernährungsumstellung und ihre Herausforderungen
13:30 Einfachheit in der Ernährung und Unterstützung suchen
16:12 Alternative Ansätze zur Gesundheitsverbesserung
Häufige Fragen
Muss ich für eine Ernährungsumstellung auf Restaurantbesuche verzichten?
Nein. Eine gute Umstellung ist alltagstauglich, sagt Julia. Du stellst dir dein Essen im Restaurant oder auf Reisen so zusammen, dass es passt. Ein Plan, der nur zuhause funktioniert, hält im Alltag nicht.
Wie viele Zutaten sollte ein Gericht bei Unverträglichkeiten haben?
Julia empfiehlt 3 bis 5 Zutaten. Ein Kraut oder Gewürz und etwas Salz reichen für den Geschmack. Weniger Mischung entlastet die Verdauung und zeigt dir schneller, was du verträgst.
Heisst eine Unverträglichkeit, dass ich das Lebensmittel nie mehr vertrage?
Nicht unbedingt. Viele Unverträglichkeiten haben eine Ursache, die sich angehen lässt. Eine Mikrobiomanalyse mit fachkundiger Auswertung zeigt, wo du ansetzen kannst.
Ich habe schon vieles ausprobiert. Was ist mein nächster Schritt?
Hol dir Unterstützung von jemandem, der ganzheitlich denkt und mit Diagnostik arbeitet. Milena aus dem Team zeigt dir einen möglichen nächsten Schritt. Wer es allein angehen will, findet im 21-Tage Detox und Intervallfasten Programm einen guten Einstieg und darf sich auch dann mit Fragen melden.
Erwähnte Produkte und Angebote
• 21-Tage Detox und Intervallfasten Programm
• Sprechstunde mit Dr. med. Simon Feldhaus und Roman Gruber
• Kontakt zum Team und Gespräch mit Milena
• Mikrobiomanalyse mit Audio-Besprechung
• Julias Illustrationen auf Instagram (@juliagruberart)
Quellen
• Sperber AD et al. Worldwide Prevalence and Burden of Functional Gastrointestinal Disorders, Results of Rome Foundation Global Study.Gastroenterology 2021;160(1):99-114
• Pennebaker JW, Chung CK. Expressive Writing: Connections to Physical and Mental Health
• Adams CE, Leary MR. Promoting Self-Compassionate Attitudes Toward Eating Among Restrictive and Guilty Eaters.Journal of Social and Clinical Psychology 2007;26(10):1120-1144
Haftungshinweis
Die Inhalte dieser Folge dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.
Als Podcasthörerin oder Podcasthörer bekommst du von uns einen Rabatt auf unsere Produkte
Und zwar 15% Rabatt auf deinen ersten Einkauf (1 Mal anwendbar, nur auf nicht bereits rabattierte Produkte). Der Gutscheincode ist in beiden Arktis BioPharma Shops in der Schweiz und in Deutschland gültig.
Gib hierfür den Gutscheincode podcast15 ein, bevor du deine Bestellung abschliesst.
Arktis BioPharma Shop Schweiz
Arktis BioPharma Shop Deutschland
Abonniere den Darmglück Podcast und folge uns auf Social Media
Du möchtest in Zukunft keine Episode verpassen und/oder immer auf dem Laufenden bleiben?
Dann abonniere den Darmglück-Podcast in deiner Lieblings-Podcast-App und folge uns auf Social Media.
Hier die Links zu meinem Podcast in den geläufigsten Apps und zu Arktis BioPharma auf Social Media























