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Warum Vitamine schlucken oft nichts bringt: Die Geschichte hinter Arktis BioPharma Schweiz (DG354)

Warum der Darm darüber entscheidet, ob deine Nährstoffe ankommen

Manche Menschen nehmen ihre Vitamine zuverlässig, Tag für Tag, über Jahre, und die Nährstoffaufnahme im Darm funktioniert trotzdem nicht. Die Blutwerte bleiben tief, der Mangel kommt bei jeder Nachkontrolle wieder. Genau an diesem Punkt hat vor zwanzig Jahren etwas angefangen, das später zur Gründung von Arktis BioPharma Schweiz geführt hat. In dieser Folge erzähle ich die ganze Geschichte, zum zehnjährigen Jubiläum der Schweizer Firma.


Inhalt dieser Folge


•    Wie alles 2005 mit Romans erster Firma begann
•    Die alte Philosophie: messen, auffüllen, fertig
•    Der Moment, an dem die Werte trotz perfekter Einnahme nicht besser wurden
•    Der Sportler, der ohne seine Vitaminmischung die besten Werte seines Lebens bekam
•    SANUM-Therapie: wirksam, aber für den Alltag zu kompliziert
•    Der hartnäckige Anruf, der alles verändert hat
•    Was du für deine eigene Gesundheit daraus mitnehmen kannst

 

Kapitelübersicht


01:09 Der Ursprung von Arktis BioPharma Schweiz
07:58 Die Bedeutung des Darms für die Gesundheit
13:35 Die Gründung von Arktis BioPharma Schweiz und ihre Philosophie

 

Von der Blutanalyse zur Frage nach dem Leck


Roman hat 2005 seine eigene Firma gegründet, Gruber Sport und Ernährung. Er kam aus dem Profisport und hatte sich tief in orthomolekulare Therapie und Biochemie eingearbeitet. Sein Ansatz: eine Blutanalyse machen, schauen, was dem Körper fehlt, und dann eine individuelle Vitaminmischung herstellen lassen. Keine Mischung von der Stange, sondern auf den einzelnen Menschen abgestimmt. Ein Jahr später bin ich dazugekommen. Nach meiner Ernährungscoach-Ausbildung habe ich Menschen beim Abnehmen begleitet, ebenfalls auf Basis einer Blutanalyse.


Die Philosophie war einfach: messen, ausgleichen, fertig. Bei vielen hat das gut funktioniert. Aber dann kamen die Fragezeichen. Wir hatten Kundinnen und Kunden, die ihre Mischung gewissenhaft genommen haben, sich Erinnerungen gestellt haben, wirklich alles gemacht haben. Und die Werte verbesserten sich trotzdem nicht. Das Eisen zu tief, das B12 immer wieder. Irgendwann war klar: Irgendwo muss ein Leck sein. Und das Leck ist wahrscheinlich im Darm.


Der Sportler, der das Prinzip bewiesen hat


Einen Kunden konnten wir über Jahre verfolgen, einen Leichtathleten. Er hat seine Mischung so zuverlässig genommen, wie es ein Profi eben tut. Subjektiv ging es ihm besser, die Werte blieben gleich. In der Stuhlanalyse haben wir dann gesehen, was wirklich los war: Histaminprobleme, Entzündungen. Als er angefangen hat, den Darm aufzubauen und die Ernährung histaminarm umzustellen, verbesserten sich seine Mängel. Er hatte am Schluss die besten Eisen- und B12-Werte seines Lebens, und das, obwohl er die Vitaminmischung gar nicht mehr nahm. Da war für uns klar: Ab jetzt steht der Darm im Mittelpunkt.


Das ist keine grosse Offenbarung gewesen, sondern ein langsamer Prozess, Schritt für Schritt. Genau das gebe ich dir auch für deine Gesundheit mit: Du musst nicht von Anfang an das Endziel sehen. Triff eine Massnahme, halt einen Moment inne, schau, was besser wird und was noch fehlt, und geh dann weiter. Nicht beim ersten Mal sagen, dass es nicht funktioniert. Gesundheit geht in Stufen.


Warum der Darm über deine Nährstoffe entscheidet


Der Grund, warum bei diesen Menschen die Aufnahme nicht klappte, liegt im Verdauungssystem selbst. Der grösste Teil der Nährstoffaufnahme passiert im Dünndarm. Wenn dort eine gestörte Darmflora, Entzündungen oder eine angegriffene Schleimhaut vorliegen, kann der Körper Eisen, B12 und andere Mikronährstoffe schlechter verwerten, auch wenn sie in ausreichender Menge zugeführt werden. Das Supplement war also nicht falsch. Das Fundament hat nicht gestimmt. Deshalb arbeiten wir bis heute zuerst am Darm und schauen erst danach auf die einzelnen Werte.


Von SANUM bis zum entscheidenden Anruf


Wir haben angefangen, mit Stuhlanalysen zu arbeiten, lange bevor das Thema Darm bekannt wurde. Als Giulia Enders 2014 «Darm mit Charme» geschrieben hat, hat uns das enorm geholfen, aber am Anfang fanden das viele lächerlich. Roman hat über eine Dunkelfeld-Ausbildung die SANUM-Therapie kennengelernt. Sie hat gut gewirkt, das Problem war nicht die Wirkung, sondern die Komplexität. Ich habe selbst jeden Morgen den Wecker auf sechs Uhr gestellt, Mittel genommen, mir tagsüber Erinnerungen gestellt, manches vor dem Essen, anderes zwei Stunden danach. Ich war motiviert und wusste als Therapeutin genau, warum. Trotzdem war es mühsam. Und wenn es für uns schon mühsam ist, was bedeutet das dann für jemanden mit Familie, Job und ohne unser Vorwissen?


Dann haben wir über eine Darmweiterbildung Produkte gefunden, die uns überzeugt haben: mehrere Bakterienstämme synergetisch in Pulverform, einfach in der Anwendung, gute Resultate. Das Problem war die rechtliche Seite. In der Schweiz regeln die Health-Claims, welche Aussagen über Nahrungsergänzungsmittel gemacht werden dürfen. Diese Produkte waren so nicht verkehrsfähig, und der Hersteller hatte kein Ohr für unsere Schweizer Anforderungen. Unser Ruf ist uns aber alles wert, also wollten wir das nicht langfristig weiterführen.


Dann kam ein Zufall. Ein Aussendienstler hat monatelang versucht, Roman Vitaminprodukte vorzustellen. Roman hatte kein Interesse, wir waren mit unseren eigenen Mischungen zufrieden. Der Mann blieb hartnäckig, behauptete, er sei in der Gegend, und kam vorbei. Im Nachhinein war er in Liechtenstein und wir in Basel, also nicht ganz die Umgebung. Er hiess Frank Hofmann, Mitgründer von Arktis BioPharma in Deutschland. Als er seinen Ordner aufschlug, war er zufällig bei den Probiotika aufgeschlagen. Romans Interesse ist sofort hochgeschnellt. Gleiche Philosophie, reine Substanzen, keine Zusatzstoffe. Der entscheidende Unterschied zu allem davor: Arktis war selbst der Hersteller und bereit, die Produkte rechtskonform für die Schweiz anzupassen.


Wir haben drei Jahre eng mit Arktis zusammengearbeitet. Dann war klar, dass wir das mit einer eigenen Firma in der Schweiz machen wollen. Am 11. Februar 2016 haben wir Arktis BioPharma Schweiz gegründet. Wenn ich heute zurückschaue, sehe ich keine Erfolgskurve, die immer steil hochgeht, sondern eine Geschichte aus Beobachtung, Irrtum, Korrektur und Konsequenz. Aus über zwanzig Jahren Praxis mit mehr als 2000 Menschen, aus Entscheidungen, die manchmal teuer waren, und aus dem festen Glauben, dass man die Ursache finden muss statt das Symptom zu überdecken.


FAQ


Warum verbessern sich Blutwerte manchmal nicht, obwohl man Vitamine nimmt?


Weil die Aufnahme im Darm gestört sein kann. Der grösste Teil der Nährstoffaufnahme passiert im Dünndarm. Bei Entzündungen, einer gestörten Darmflora oder einer angegriffenen Schleimhaut kommt das Supplement nicht dort an, wo es wirken soll. Dann hilft auch die beste Mischung wenig, solange das Fundament nicht stimmt.


Was bedeutet «zuerst den Darm aufbauen» konkret?


Es heisst, mit einer Bestandsaufnahme zu beginnen, zum Beispiel über eine Stuhl- oder Mikrobiomanalyse, und gezielt mit Probiotika, Präbiotika und einer passenden Ernährung zu arbeiten, bevor man einzelne Nährstoffe nachfüllt. Bei dem Sportler aus der Folge war zusätzlich eine histaminarme Ernährung der Schlüssel.


Was hat Arktis BioPharma von anderen Anbietern unterschieden?


Arktis war selbst Hersteller und hat die Produkte rechtskonform für die Schweizer Health-Claims angepasst. Reine Substanzen, keine Zusatzstoffe, einfache Anwendung. Das war der Punkt, an dem aus der Zusammenarbeit eine eigene Schweizer Firma wurde.


Was kann ich für meine eigene Gesundheit daraus mitnehmen?


Gesundheit geht in Stufen. Triff eine Massnahme, beobachte, was sich verändert, und geh dann weiter. Und prüfe bei hartnäckigen Mängeln, ob die Ursache wirklich der Mangel oder die Aufnahme ist.


Links


Mikrobiomanalyse mit Audio-Besprechung: arktisbiopharma.ch/products/mikrobiomanalyse-mit-audio-besprechung


Alle Analysen im Überblick: arktisbiopharma.ch/collections/analytik


Newsletter: https://arktisbiopharma.ch/pages/newsletter   


Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich an eine Fachperson.


 

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