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Warum Wasser trinken so wichtig ist - besonders für deinen Darm (DG346)

Was in deinem Körper passiert, wenn du zu wenig trinkst, und wie das direkt deine Verdauung, deine Energie und die Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln beeinflusst

 

Warum ist Wassertrinken so wichtig? Diese Frage bekomme ich wirklich oft. Von Kundinnen, von Podcasthörerinnen, und auch früher in unserer Praxis. Die Antwort ist weniger banal, als sie klingt. In dieser Folge erkläre ich, was Wasser in deinem Körper wirklich leistet, warum dein Darm als Erstes leidet, wenn du zu wenig trinkst, und warum die Qualität des Wassers genauso zählt wie die Menge.


Was dich in dieser Folge erwartet

  • Warum reines Wasser die grösste Transportkraft hat und was das für deine Zellen bedeutet
  • Wie die Darmschleimhaut von deinem Hydratationslevel abhängt — und warum das direkt beeinflusst, wie gut dein Körper Nährstoffe aufnimmt
  • Warum Verstopfung in vielen Fällen kein Probiotika-Problem ist, sondern ein Wasserproblem
  • Warum Probiotika und Nahrungsergänzungsmittel ein feuchtes Milieu brauchen um wirken zu können
  • Was im Leitungswasser steckt — Medikamentenrückstände, Hormone — und ob Mineralwasser wirklich sauberer ist
  • Welche Filteroptionen wirklich etwas bringen
  • Ob ungessüster Tee als Wasserersatz zählt
  • Konkrete, alltagstaugliche Tipps für alle, die sagen: Ich mag kein Wasser

 

Was ist Wasser im Körper eigentlich?

Wasser ist ein Transportmittel und ein Reinigungsmittel. Es bringt Nährstoffe an den Ort wo sie hinsollen: zu den Zellen, zu den Organen, zum Darm. Und es transportiert Abfallstoffe, Giftstoffe und Abbauprodukte wieder ab. Nur reines Wasser hat dabei die grösstmögliche Transportkraft.

Ich erkläre das in der Folge mit einem Bild: Stell dir ein Kanalsystem vor, auf dem Schiffe fahren. Sie bringen Proviant und nehmen Abfall mit. Damit die Schiffe fahren, brauchen sie einen bestimmten Wasserpegelstand. Ist der Pegelstand zu niedrig, verhungert die Bevölkerung und erstickt gleichzeitig im eigenen Abfall.

Genau das passiert in deinem Körper, wenn du chronisch zu wenig trinkst.

 

Was Dehydrierung mit deinem Darm macht

Die Darmschleimhaut benötigt einen hohen Feuchtigkeitsgrad. Sie ist die erste Schutzbarriere deines Körpers. Trocknet sie aus, verliert der Darm seine Schutzfunktion. Verdauungssäfte wie Magensäure, Gallenflüssigkeit und Pankreassaft bestehen fast ausschliesslich aus Wasser. Wer zu wenig trinkt, produziert weniger davon und verdaut schlechter.

Verstopfung ist in vielen Fällen kein Probiotika-Problem. Es ist ein Wasserproblem.

Wichtig: Probiotika und Nahrungsergänzungsmittel brauchen ein feuchtes Milieu, um wirken zu können. Wer zu wenig trinkt, schöpft nicht das volle Potenzial seiner Nahrungsergänzungen aus.

 

Wie viel Wasser am Tag sollte man trinken?

Die Faustformel: 30 bis 35 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Bei 60 Kilogramm Körpergewicht sind das knapp zwei Liter. Bei Sport, Hitze oder Krankheit entsprechend mehr.

 

Leitungswasser, Mineralwasser oder gefiltertes Wasser: Was ist die beste Wahl?

Im Leitungswasser der Schweiz finden sich Medikamentenrückstände und Pestizide in kleinen Mengen. Kläranlagen können diese Mikroverunreinigungen nicht vollständig herausfiltern. Mineralwasser ist keine automatisch sichere Alternative: Ein Test des Schweizer Senders RTS hat 2024 in vier von zehn gängigen Mineralwasserflaschen Pestizidrückstände, Mikroplastik oder PFAS-Chemikalien nachgewiesen. Mineralwasser stammt aus Grundwasser, das sich langsam erneuert. Rückstände von Stoffen, die heute in den Boden gelangen, können dort jahrzehntelang verbleiben.

Die verlässlichste Lösung ist gefiltertes Wasser. Ein Aktivkohlefilter am Hahn reduziert den Grossteil der Schadstoffe. Ein Umkehrosmosefilter filtert noch feiner und ist die gründlichste Option. Wer sichergehen will, kann zusätzlich eine Wasseranalyse für den eigenen Haushalt machen lassen.

Zur Einordnung: Die im Wasser gefundenen Mengen sind sehr klein, und Schweizer Trinkwasser gilt nach wie vor als eines der reinsten Lebensmittel überhaupt. Es geht nicht um Panikmache, sondern darum, dass wir Wasser täglich in grossen Mengen trinken, und es deshalb Sinn macht, auf Qualität zu achten.

Wenn du mehr darüber wissen willst, dann höre dir mein Interview «Wie gesund ist unser Leitungswasser?» mit Oliver Kaube an.


Zählt Tee als Wasser?

Eine Tasse ungesüsster Tee am Tag ist kein Problem. Aber Tee ist eine gesättigte Flüssigkeit. Er hat Gerbstoffe, Aromastoffe, Inhaltsstoffe. Er hat weniger Kapazität zum Transportieren als reines Wasser. Eine Tasse Tee ersetzt also kein Glas Wasser.

 

Tipps wenn du kein Wasser magst

  • Trink Wasser bei Zimmertemperatur statt kalt.
  • Gib eine Zitronenscheibe oder Gurkenscheibe rein.
  • Trink morgens das erste Glas direkt nach dem Aufstehen, vor dem Kaffee.
  • Stell dir vor jeder Mahlzeit ein Glas hin.
  • Und: Eine schöne Flasche oder Karaffe sichtbar auf dem Tisch funktioniert besser als jede App.

 

Wie merke ich, dass ich zu wenig trinke?

Müdigkeit und Konzentrationsprobleme sind häufig die ersten Zeichen. Schon bei 1 bis 2 Prozent Flüssigkeitsmangel sinkt die kognitive Leistungsfähigkeit messbar. Weitere Zeichen: dunkler Urin, Kopfschmerzen, Verstopfung.

 

Kann ich auch zu viel Wasser trinken?

Ja, in extremen Mengen. Bei den empfohlenen 2 bis 2,5 Litern pro Tag ist das für gesunde Menschen kein Thema.

 

Hilft viel Wassertrinken bei Blähungen?

Indirekter Zusammenhang: Eine gut befeuchtete Darmschleimhaut arbeitet besser. Chronische Blähungen haben aber meist mehrere Ursachen, Wasser allein löst sie nicht.

 

Ist Mineralwasser besser als Leitungswasser?

Nicht unbedingt. Mineralwasser stammt aus Grundwasser, das Pestizidrückstände enthalten kann, auch von Stoffen, die längst verboten sind, weil sie sich im Boden über Jahrzehnte halten. Ein RTS-Test von 2024 hat in vier von zehn Schweizer Mineralwassern Rückstände gefunden. Gefiltertes Leitungswasser ist in vielen Fällen die sauberere und nachhaltigere Wahl.

 

Links aus dieser Folge

Podcastfolge zum Thema Wasserqualität: Wie gesund ist unser Leitungswasser?

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