Warum der Darm bei jeder Entgiftung die Hauptrolle spielt, und was die intestinale Autointoxikation damit zu tun hat
Kann sich der Darm selbst entgiften? Diese Frage steht über der ganzen Folge. Sobald die Wörter entgiften, entschlacken oder Detox fallen, kommt fast immer derselbe Einwand: Der Körper reinige sich doch von allein, dafür brauche es keine Kur. Das stimmt zur Hälfte. Ein gesunder Darm kann sich selbst reinigen. Die Frage ist nur, ob er noch dazu kommt, wenn wir zu viel essen, zu schnell essen und kaum kauen. Julia nimmt diese Folge aus dem Kiental im Berner Oberland auf, mitten in einer Fastenwoche nach F.X. Mayr.
DARUM GEHT ES
- Warum der Vorwurf, Detox sei eine Modeerscheinung, zu kurz greift
- Die dritte, oft vergessene Aufgabe des Darms
- Was bei einem trägen Darm mit den Giftstoffen passiert
- Intestinale Autointoxikation: was dahintersteckt und wer es erforscht hat
- Wie F.X. Mayr als Kind auf das Thema Darm kam
- Warum intermittierendes Fasten den Darm entlastet
- Wie du eine Detox-Woche zu Hause umsetzt
Kapitelübersicht
00:00 Einführung in das Thema Detox
02:37 Die Bedeutung der Darmreinigung
05:51 Historische Perspektiven auf Detox und Ernährung
08:45 Die Rolle des Darms in der Gesundheit
11:55 Erfahrungen mit der F.X. Mayr-Kur
14:37 Praktische Tipps für Detox zu Hause
17:53 Abschluss und Überblick über unsere Detox Programme
"Der Körper reinigt sich selbst", stimmt das?
Das häufigste Argument gegen Detox lautet: Der Körper schafft das allein. Im Grundsatz richtig. Niere, Leber, Lunge und Darm arbeiten ständig daran, Abfallstoffe loszuwerden. Das Problem zeigt sich erst, wenn dieses System überlastet ist. Wer zu viel isst, zu schnell isst und die Nahrung kaum kaut und einspeichelt, gibt dem Darm mehr, als er sauber verarbeiten kann. Dann staut sich Stuhl, der Darm wird träg, und die Selbstreinigung kommt ins Stocken.
Neu ist dieser Gedanke nicht. In einem der Bücher, die Julia in dieser Woche gelesen hat, steht ein über 5000 Jahre alter, überlieferter Satz aus dem alten Ägypten: «Wir Menschen essen zu viel. Ein Viertel davon hält uns am Leben, von den anderen drei Vierteln lebt der Arzt.» Dazu passt ein Zitat aus dem I Ging: «Wenn Krankheiten nicht heilen, ist es leicht, die Schuld bei anderen zu suchen. Besser ist es, Ordnung zu schaffen und beim eigenen Ich zu beginnen.» Für deine Gesundheit kannst du weit mehr tun, als viele glauben. Das heisst nicht, dass es keine Erbkrankheiten oder Unfälle gibt. Es heisst nur, dass vieles in deiner Hand liegt.
Die dritte Aufgabe des Darms: Blutreinigung
Die meisten kennen zwei Aufgaben des Darms: Er nimmt Nährstoffe auf und transportiert ab, was der Körper nicht verwerten kann. F.X. Mayr hat eine Dritte betont, die oft vergessen geht. Der Darm ist auch an der Blutreinigung beteiligt. Beim Stoffwechsel entstehen in jeder Zelle Abfallstoffe. Diese gehen ins Blut zurück, das sie zu den Entgiftungsorganen transportiert, zu den Nieren und der Lunge, und ein Teil davon zum Darm. Ist der Darm träg, weil zu viel liegen bleibt, kommt dieser Weg ins Stocken. Dann werden Giftstoffe rückresorbiert, sie wandern also zurück in den Blutkreislauf, statt den Körper zu verlassen.
Genau das lässt sich heute messen. In der Prevent360-Blutanalyse werden Darmwerte aus dem Blut bestimmt, unter anderem Cadaverin, ein Abbauprodukt, das bei der Fäulnis von Eiweiss entsteht. Du siehst also schwarz auf weiss, wie stark dein Körper sich selbst wieder belastet.
Intestinale Autointoxikation: die Selbstvergiftung aus dem Darm
Für dieses Zurückwandern gibt es einen Fachbegriff: intestinale Autointoxikation, also eine darmbasierte Selbstvergiftung. Der Begriff ist nicht neu. Geprägt hat ihn der französische Arzt Charles Bouchard schon 1887. Später hat Prof. Karl Pirlet von der Universität Frankfurt dazu geforscht und mit gaschromatografischen Untersuchungen nachgewiesen, dass im Darm bei Fehlverdauung Gärungsalkohole und andere Fäulnisstoffe entstehen.
Ehrlich gesagt: In der Schulmedizin ist die grosse These, Selbstvergiftung sei eine Hauptursache vieler Krankheiten, bis heute umstritten. Was gut belegt ist, sind die Stoffe selbst, die bei schlechter Verdauung im Darm entstehen. Ob du das nun Schlacke nennst oder Abfallstoff, spielt keine Rolle. Die Substanzen sind da, und ein gut arbeitender Darm bringt sie hinaus.
F.X. Mayr: vom Kuhfladen zur Darmkur
Der österreichische Arzt Franz Xaver Mayr (1875 bis 1965) ist der Begründer der nach ihm benannten Kur. Auf das Thema Darm kam er als Kind auf dem Bauernhof. Mit zehn oder elf Jahren fiel ihm auf, dass die Kuhfladen unterschiedlich aussahen, je nachdem, was die Tiere frassen. Im Sommer auf der Weide anders als im Winter im Stall, wo die Verdauung schlechter lief und die Kühe struppiges Fell bekamen. Diese Beobachtung liess ihn nicht mehr los. Später studierte er Medizin, was damals für ein Bauernkind nicht selbstverständlich war. Eine Lehrerin setzte sich für den klugen Jungen ein. Im Studium stellte er Fragen zum Darm, die ihm niemand beantworten konnte, denn das Organ war in der Medizin jener Zeit kaum erforscht.
Seine Kur ruht auf drei Prinzipien: Schonung, Säuberung, Schulung. Im Kiental kommen dazu Colon-Hydro-Therapien und Bauchmassagen. Wer tiefer einsteigen will, dem sei das schmale Buch "Die Darmreinigung" von Dr. Erich Rauch empfohlen, dem direkten Schüler von Mayr. Es liest sich an einem Nachmittag.
Eine Geschichte aus der Praxis
In dieser Woche hat eine Therapeutin von ihrer Mutter erzählt. Vier Kinder, Haushalt, ständig wenig Energie, immer wieder Vitamininfusionen. Von einem Tag auf den anderen war sie gelähmt. Die Ärzte wollten operieren. Über Umwege kam sie zu einem Arzt, der ihr eine F.X. Mayr Kur empfahl. Nach der Kur konnte sie wieder laufen. Die Lähmung kam offenbar von einer Überdosierung der Vitamininfusionen. Die Ernährungsumstellung und die Darmreinigung haben den Körper entlastet, und es ging ihr deutlich besser.
Warum intermittierendes Fasten den Darm entlastet
Dein Darm hat eine eigene Reinigungswelle, die Fachleute „migrierender motorischer Komplex“ nennen, salopp die Hausmeister-Welle. Sie läuft in den Pausen zwischen den Mahlzeiten und schiebt Reste und Bakterien aus dem Dünndarm weiter. Jedes Mal, wenn du isst, stoppt diese Welle. Wer den ganzen Tag snackt, unterbricht sie ständig. Genau hier setzt intermittierendes Fasten an: Die längeren Pausen geben dem Darm Zeit, aufzuräumen. Darum ist ein Detox-Programm mit Intervallfasten für viele alltagstauglicher als strenges Hungern.
Detox zu Hause: worauf du verzichtest, was bleibt
Du musst dafür nicht in eine Klinik. In der Klinik bekommst du zusätzlich Colon-Hydro, Lymphdrainage und Fussbäder, das ist angenehm, aber kein Muss. Unser 21-Tage-Detox- und Intervallfastenprogramm läuft neben der Arbeit, weil es kein reines Fasten ist. Verzichtet wird auf Zucker, Alkohol, glutenhaltiges Getreide und Kuhmilchprodukte. Schaf-, Ziegen- oder Kokosjoghurt sind erlaubt. Julia hat diesmal einen Espresso pro Tag getrunken, weil sie auf kompletten Kaffeeentzug schlecht reagiert. Geschlafen hat sie gut, die Energie war da.
Wenn du jetzt wenig Energie hast, Gelenkbeschwerden, Stimmungsschwankungen oder andere Beschwerden hast, lohnt sich der Versuch. Du hast nichts zu verlieren!
Lieber Detox mit unserer Begleitung? Online Basenfasten Woche im Herbst
Du hast vielleicht etwas Respekt und möchtest es nicht ganz alleine machen, dann kann ich dir sehr unser Online Basenfasten im Herbst empfehlen! Anne Faulborn, die Fastenleiterin, bei der ich im Kiental war ist Heilpraktikerin und F.X.-Mayr Therapeutin, und mit ihr werden wir vom 15.-29. Oktober 2026 unser beliebstes Online Basenfasten zum dritten Mal durchführen.
Das ist eine bequeme und vor allem motivierende Art zu fasten, denn du bist in der Gruppe, es gibt live Calls mit Instruktionen, Rezepte, Unterlagen und auch eine WhatsApp Gruppe, wo du Support bekommst, wenn du eben eine Frage hast oder auch irgend etwas nicht läuft wie geplant.
Hier findest du alle Informationen dazu: https://arktisbiopharma.ch/products/basenfasten-kurs-mit-anne-faulborn
Häufige Fragen
Gibt es Schlacken im Körper überhaupt?
Der Begriff Schlacke hat keine feste medizinische Definition, daran entzündet sich die Kritik. Messbar sind dagegen die Stoffe, die bei schlechter Verdauung entstehen: Fäulnis- und Gärungsprodukte wie Indol, Skatol und biogene Amine, darunter Cadaverin. Ob du sie Schlacke nennst oder Abfallstoff, ändert nichts daran, dass sie den Körper belasten.
Kann ich entgiften, während ich arbeite?
Ja. Das 21-Tage-Programm ist intermittierendes Fasten, kein strenges Hungern. Du isst Gemüse und schonende Mahlzeiten, bist nicht geschwächt und kannst deinem Alltag nachgehen.
Worauf muss ich während einer Detox-Woche verzichten?
Auf Zucker, Alkohol, glutenhaltiges Getreide und Kuhmilchprodukte. Joghurt aus Schaf-, Ziegen- oder Kokosmilch geht. Auch im Restaurant findest du etwas, zum Beispiel einen Gemüseteller.
Hilft Fasten gegen Müdigkeit oder Gelenkbeschwerden?
Aus der Praxis kommen genau dazu viele Rückmeldungen: mehr Energie, weniger Gelenkbeschwerden, bessere Stimmung, ruhigerer Schlaf. Eine Garantie ist das nicht, aber bei einer Woche Aufwand und wenig Risiko ist es einen Versuch wert.
Links
21-Tage-Detox- und Intervallfastenprogramm
Basenfasten mit Anne Faulborn (Herbst, Frühbucherrabatt bis 30. Juni)
Prevent360 Blutanalyse mit Darmwerten
Mikrobiomanalyse mit Audiobesprechung
Du möchtest auch mal eine Fastenkur vor Ort im Kiental machen? Hier findest du alle Infos: https://chienehuus.ch/fasten/
Hinweis: Dieser Beitrag und die Folge dienen der Information und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei bestehenden Erkrankungen, regelmässiger Medikamenteneinnahme, in der Schwangerschaft oder Stillzeit besprich Fasten- und Detox-Massnahmen vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
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